SITUATIONSKONTROLLE
Räumliche Voraussetzungen

Ausgangslage:

Was kann man tun?

Den Hund aus der Situation herausnehmen, indem man ihn so in ein ‚Sitz‘ bringt, dass man selber zwischen den Hund und den Reiz zu stehen kommt (allenfalls sind Hilfsmittel wie Halti oder Gentle Leader nötig).

Leinenaggression/übermässige Erregung
Viele Hunde springen bei bestimmten Reizen (andere Hunde, Katzen, etc.) bellend und tobend in die Leine, sei es aus Unsicherheit oder Übererregung. In dieser Situation kann der Hundehalter nicht viel machen, denn ‚gut zureden‘ verstärkt das Verhalten ebenso wie nichts tun oder schimpfen und an der Leine zerren, weil der Hund alle unangenehmen Empfindungen auf den auslösenden Reiz projiziert und unser Verhalten als Zeichen der Überforderung deutet.

 

Wichtig:
➢ Kein Zug auf dem Halsband, Leine locker!
➢ Wir sind dem Hund zugewandt und beobachten ihn genau
➢ Wir halten zum Hund einen Abstand von ca. 1.5m, damit wir 

  • für den H erkennbar zwischen dem Reiz und ihm sind

  • wir den H durch unsere Nähe nicht bedrängen

  • wir unseren Körper als Blockade/Schutz einsetzen können

  • der Hund auf Kommando eher Blickkontakt zu uns aufnimmt

 

Alternative:
In gewissen Situationen (z.B.: Besucher, Bellen an Türe/Zaun, Hund hat Katze auf Baum gejagt und steht am Stamm hoch, etc.) kann man sich auch nahe beim Reiz zwischen Hund und Reiz schieben, dem Hund so den Zugang zum Reiz blockieren und ihn aus der Situation hinaus